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barCamps als Wissensquelle. Sharing innovation

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Barcamps sind offene, unkommerzielle und doch oftmals gesponserte “Spontan-Konferenzen” für den freien Austausch.

Den größten Teil des Tagesablaufes gestalten die Teilnehmer vor Ort in Eigenregie.

Auf diesen Camps tummelt sich eine bunte Mischung aus Start-up-Gründern, Bloggern, Programmierern und Konzernvertretern. Natürlich ist dies auch vom jeweiligen Thema abhängig, gibt es doch mittlerweile BarCamps für alle möglichen Bereiche.

Ende November war es in Hamburg wieder so weit: Ein Kern von freiwilligen Mit-Organisatoren konnten nach Angaben der Organisation vor Ort rund 400 Menschen begrüßen. Diese hatten den Aufruf im Netz gelesen und so den Weg zur Veranstaltung gefunden.

ZU Beginn eines Camps wird das Podium geentert. Wer z.B. einen Vortrag oder einen Workshop halten möchte, stellt kurz sich und sein Thema vor, trägt sich dann, vorausgesetzt die Crowd möchte das Thema hören, in einen Art Stundenplan ein und bekommt dann einen Slot zugewiesen.

Alles dreht sich also darum Wissen auszutauschen, Dialoge zu fördern und einander kennen zu lernen, eben um das Netzwerken.

So herrschen auf den Camps eher organisatorisch untypische Begebenheiten: Flache Hierarchien, spontane aber dennoch enge Zusammenarbeit, offener Zugang und Respekt vor fremden Themen. Auf BarCamps ist so jeder angehalten und eingeladen, sich einzubringen und Teil des Ablaufes zu sein. Dabei geht es weniger bis gar nicht darum etwas kommerziell zu vermarkten, als viel mehr darum seine Ideologie für ein Thema zu teilen.

Und das Konzept wird immer attraktiver:  Das weltweit erste Camp fand 2004 in den USA/Kalifornien statt. Seitdem ist es ein globales Thema. Überall organisieren Menschen (Un)-Konferenzen nach dem Mitmach-Prinzip. Die Vielfalt der Themen ist dabei grenzenlos: Wein, Musik, Theater, IT,…

Die Kraft, die sich während der Camps entwickelt, ist eine ganz andere, spürbarere als die, die man auf klassischen Tagungen verfolgen kann: Wird eine Präsentationen als zu langatmig oder lahm empfunden, leert sich der Raum schnell mal. Allein deswegen weil es immer auch zeitgleich viele weiterer spannende Themen gibt. Fragen an das Publikum, die oftmals Teil der Präsentation sind, werden ohne langes warten beantwortet. Häufig variieren die Redner ihre Vorträge spontan, so das sie den Wünschen des Publikums angepasst sind.

Die Atmosphäre wirkt gelöst, in den Pausen tauschten sich die Blogger mit den Zuhörern und Mitstreitern aus und wie die Ameisen wandern die Interessierten von Slot zu Slot. Garderobe ist eher ein lockerer Business-Look. Viele komme aber auch in Jeans und sneakern. Alle Teilen aber zumindest Eines: Eine kräftige Portion Enthusiasmus und Aufbruchstimmung.

Der Eintritt ist in der Regel frei: Das lockt natürlich viele potenzielle JungUnternehmer, StartUps oder solche, die es werden wollen. Und wenn es etwas kostet, wie z.B. auf dem ConventionCamp in Hannover, dann gibt es immer faire Frühbucher-Rabatte und Studenten haben freien Eintritt. Professionell organisierte IT-Konferenzen können zum Vergleich bis zu 1.000 Euro Eintritt kosten.

Es wird aber generell versucht, Sponsoren für die Camps zu finden, so das keine großen Kosten für die Teilnehmer entstehen.

BarCamps werden wohl immer mehr wachsen und in Zukunft lange Entscheidungswege durch ihren stark-vernetzenden Charakter verkürzen.

Cheers

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Author: justuclover

http://justuclover.tumblr.com/

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